23 Jan 2012

Fachkräftemangel trifft Schweizer High-Tech-Startups besonders hart

Der Tages Anzeiger weiss: «Kleine Hightech-Firmen erhalten kaum Arbeitsbewilligungen für Informatiker. Das Kontingent für Arbeitsbewilligungen, welches der Kanton Zürich erhält, ist zu klein.» Startwerk.ch hat bereits im Frühjahr 2010 darauf hingewiesen, dass insbesondere kleine Firmen unter den Kontingentierungen des Bundes leidet. Da die Problematik im Kern dieselbe geblieben ist, hier mein Posting vom 19.4.2010:

Der Bundesrat hat beschlossen, die Kontingente für Arbeitsbewilligungen für Fachkräfte aus dem aussereuropäischen Ausland (Nicht-EU/EFTA) 2010 markant herab zu setzen. Nicht nur Grosskonzerne sind von dieser Massnahme betroffen, sondern gerade auch Startups.

Wie kann eine Regierung Rahmenbedingungen für eine prosperierende Wirtschaft schaffen? Rechtssicherheit, politische Stabilität, eine funktionierende Infrastruktur, moderate Besteuerung und ein gutes Bildungssystem sind gewichtige Faktoren (vgl. Startwerk-Post zu CS Swiss Issues Regionen).

Offenheit als Standortvorteil

Herausragende Bildungsinstitutionen sind wichtig, weil in deren Umfeld hochspezialisierte Arbeitskräfte rekrutiert werden können. Google beispielsweise hat sich gerade auch wegen der relativen Nähe zu den wichtigsten technischen Hochschulen Europas für den Standort Zürich entschieden.

Was aber, wenn die ETH, die EPFL und die Hochschulen der europäischen Nachbarländer nicht genug der begehrten Spezialisten hervorbringen? Entscheidungsträger der Schweizer Softwarebranche gehen laut der Studie «Swiss Software Industry Index» davon aus, dass es bereits 2010 schwieriger wird, die richtigen Arbeitskräfte zu rekrutieren und dass sich dieser Trend bis 2015 verschärfen wird.

Die Lösung wäre einfach:

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8 Oct 2011

What's that green button for? John Stewart zu Steve Jobs frühem Tod

«Es ist als sei ein Alien in seinem Raumschiff bei uns gelandet, um uns neue Technologie zu bringen und sogleich wieder davon zu fliegen. Jetzt halten wir diese Geräte in unseren Händen und schreien: ‹Ah?! Wofür ist denn dieses grüne Icon?›»

The Daily Show With Jon Stewart Mon - Thurs 11p / 10c
Moment of Zen - Steve Jobs' Commencement Speech
www.thedailyshow.com
Daily Show Full Episodes Political Humor & Satire Blog The Daily Show on Facebook
6 Oct 2011

Steve Jobs ist tot: Die Welt hat einen der grössten IT-Poeten verloren

Steve Jobs ist tot. Apple verliert eine Führungspersönlichkeit, die für ihre aussergewöhnliche Detailversessenheit berühmt war – und den kommerziell erfolgreichsten IT-Poeten seiner Zeit.

Screenshot_apple

Als Steve Jobs sein Amt als CEO niederlegte, schwappte eine Welle von Quasi-Nachrufen über Zeitungen, Blogs, die Walls und Streams bei Twitter, Facebook und Google+. Vic Gundotra beispielsweise berichtete davon, wie Steve Jobs sich an einem Sonntagmorgen persönlich dafür eingesetzt habe, dass ein Google-Icon für eine iPhone App angepasst worden sei. Das bemerkenswerte an dieser Geschichte ist auf den ersten Blick, dass der CEO einer wertvollsten Firmen der Welt sich um ein Icon kümmerte.

Auf den zweiten Blick steckt mehr dahinter: Detailversessene Menschen gibt es zuhauf, nicht diese Eigenschaft allein ist es, die Steve Jobs zu einer Ausnahmeerscheinung hat werden lassen. An Gundotras Posting verdient eine kurze Passage Aufmerksamkeit: «A few minutes later on that Sunday I received an email from Steve with the subject ‹Icon Ambulance›.» Es ist die Betreffzeile der Email, welche auf Jobs' wirkliches Ausnahmetalent in Verbindung mit seiner Detailversessenheit hinweist.

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5 Oct 2011

Siri, bescheidener Assistent und unauffälliger Revolutionär

Die Reaktionen (auch meine) auf den gestrigen Presseevent von Apple fielen im Grossen und Ganzen verhalten aus - obwohl einschlägige Blogs wie TechCrunch nicht genug publizistischen Saft aus der (vermeintlich) kleinen Zitrone pressen konnten, die Apple den Bloggern und Journalisten präsentiert hatte. Einige Fanboys und -girls zeigten sich enttäuscht, dass statt der ersehnten Nummer Fünf nur eine 4S präsentiert wurde und der eine oder andere Androidianer konnte sich hämische Kommentare zum Ausbleiben der ganz grossen Neuerung auch nicht verkneifen. Dabei hat Apple gestern das nächste ganz grosse Ding präsentiert: «a humble personal assistant», Siri.

Apple_siri

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28 Sep 2011

Google Voice kommt in die Schweiz – irgendwie, irgendwann

Google Voice is currently only available to people in the US. We always make every effort to localise our products and services but we have nothing new to announce about Google Voice today.

 

So lautet Googles offizielle Stellungnahme zu meinem Posting von gestern Abend. Tatsächlich könnte es sein, dass ich dem Rebranding von «Calls from Gmail» aufgesessen bin. Dieser Dienst erlaubt, ähnlich wie Skype Out, mit jedem internetfähigen Computer Anrufe ins Fest- und Mobilnetz zu tätigen. Jedoch:

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27 Sep 2011

Google Voice kommt in die Schweiz

Vor wenigen Minuten habe ich entdeckt, dass in meinem Google Account Google Voice aufgeschaltet worden ist:

 

siwue
Google Voice ist da: http://t.co/koNUpEVL How very nice! #fb
27.09.11 22:55

Allerdings zeigte sich schnell: noch läuft nicht alles richtig:

  siwue
Okay, mein Google Voice ist noch nicht richtig bereit. Telefonieren geht, Voicemail-Zauber nicht. Was kommt da noch? Und wie schnell? #fb
27.09.11 23:18

Und:

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10 Nov 2010

Die digitale Art der Fortbewegung: Der Segway i2 im Praxistest

Wie werden sich die Menschen in fünf oder zehn Jahren in Grossstädten bewegen? Eine kalifornische Firma glaubt, eine Antwort auf diese Frage zu kennen. Seit 2001 verkauft Segway Fahrroboter, die leise, wendig und platzsparend sind. Im Praxistest entpuppte sich das Gerät als alltagstaugliches Spielzeug.

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Digital abgefahren: der Segway i2 (© segway.com)

Meine Reise nach Interlaken gilt einem der ungewöhnlichsten in Serie gefertigten Fahrzeuge der Nullerjahre, dem Segway. Kaum ein anderes Gefährt ist so markant durch digitale Technologie geprägt

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25 Oct 2010

Hightech-Licht in der guten Stube

Philips' Stromsparlampen sind nicht nur effizient, sie leisten auch als Scherzartikel wertvolle Dienste und sorgen für heimeliges Licht an grauen Wintertagen. Bald schon könnten sie Bestandteil unserer Heimkinos sei.

Energieeffizienz muss kein No-Fun-Factor sein, das hat schon die Testfahrt mit dem Tesla Roadster gezeigt. Vergnügliches Energiesparen für 128'000 Franken mag jedoch die durchschnittlich gefüllte Haushaltskasse etwas überstrapazieren. Daher wird sich freuen, wer erfährt, dass Philips grünes Vergnügen für gut 100 Franken anbietet, in der vermeintlich unspektakulären Gestalt einer Stromsparlampe.

Kaltes Licht aus Brüssel

Nun sind die energieeffizienten Leuchten nicht gerade dafür bekannt, wohnliche Atmosphäre in der guten Stube zu schaffen. Ihnen eilt der Ruf voraus, mit ihrem kühlen, leicht bläulichen Licht heimelige Gemütlichkeit quasi zu erfrieren. Fast schon ironisch mutet es daher an, dass die Schweiz Anfang Herbst 2010 das Glühlampenverbot übernommen hat, welches sich durch das fahle Neonlicht Brüsseler Amtsstuben desensibilisierte Hirne ausgedacht haben. Ausgerechnet jetzt, wo der Sonne verkürzter Lauf und Hochnebel Lichthungrige daran erinnern, dass finstere Zeiten bevorstehen, verschwinden Glühlampen, die warmes Licht in kalter Jahreszeit spenden könnten, aus den Verkaufsregalen – dazu kommt: es ist zweifelhaft, ob die Brüsseler Regelung den Energieverbrauch für Beleuchtung senken kann (Vgl. The Economist: Not such a bright idea).

Kohlefadenlampe
Energieeffizienz einer Nashi-Birne: Kohlefadenlampe. (© manufactum.de)

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30 Sep 2010

Vorwärts in die Vergangenheit

Elektroautos waren vor über hundert Jahren die Platzhirsche auf den Strassen Europas und Amerikas. Nach einem verlorenen Jahrhundert sind sie nun wieder auf dem Vormarsch.

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Bisher konnte sich eigentlich nur Ferrari erlauben, seine Karossen rot zu lackieren. (© Tesla Motors)

Man könnte sagen, diesen Sommer habe die Vergangenheit des Automobils Zürich eingeholt. Das Fanal dieses Rückschritts: die Eröffnung eines Showrooms der kalifornischen Firma Tesla in Zürich. Diese Vergangenheit ist eine Zeit abenteuerlustiger Pioniergeister und atemberaubender Geschwindigkeitsrekorde; eine Zeit des Aufbruchs in die verheissungsvolle Zukunft individueller Massenmobilität. Diese Vergangenheit ist auch unsere Zukunft.

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8 Sep 2010

Kleines aber feines Detail in iOS 4.1

Im Juni 2010 habe ich für die ZSZ fünf drahtlose Kopfhörer getestet und dabei moniert, dass Apples iPhone – ausgerechnet das Musik-Smartphone schlechthin – sich mit den Kopfhörern nur teilweise versteht. So war es beispielsweise nicht möglich, mit den Tasten an den Kopfhörern ein Lied vor- oder zurück zu springen. Apple wollte auf meine Anfrage, ob mit einem baldigen Update zu rechnen sei, keine Stellung nehmen.

Nun scheint es, hat Apple nachgebessert. Mit iOS 4.1 soll dieses ärgerliche Problem nämlich der Vergangenheit angehören: Das Bluetoothprotokoll AVRCP, welches ermöglicht, das iPhone über am Kopfhörer angebrachte Tasten zu steuern, wird laut Apple mit dem Update vollständig unterstütz – endlich, die Spezifikationen des Protokolls liegen in der aktuellen Version schon seit April 2007 vor.

Wer wissen will, was iOS 4.1 sonst noch Neues bringt, klicke hier: http://support.apple.com/kb/DL1061

Simon Wüthrich's Space

Wenn ich mich nicht um neuerdings.com kümmere, koche ich leidenschaftlich gerne und beschäftigt mich mit der eminent wichtigen Frage, welchen Wein ich zum Gekochten kredenzen soll.
Gelegentlich reise ich auch durch die Welt, durchquere entlang der Route 66 die USA oder wandere beispielsweise in Bulgarien durch die Berge.
Weil's nicht nur mir gut gehen soll, engagiere ich mich im Zurich Chapter der Awesome Foundation.

© 2010 by: Simon Wüthrich

Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.